Verlängerte Öffnungszeiten und
Neues aus dem Weltladen

Wir freuen uns, Ihnen, auch in diesem Jahr in der Adventszeit, die erweiterten Weltladen-Öffnungszeiten anbieten zu können. Freuen Sie sich auf Altbewährtes wie Sahne-Kakao-Mandeln und Winterfreude Trinkschokolade und Neues wie Kirchennudeln und Mandel-Nougat!

Weltladen Öffnungszeiten Weihnachten 2012

Bischof statt Weihnachtsmann
Der wahre Nikolaus wird immer beliebter.
Schon Tradition ist der Schoko-Nikolaus mit Bischofsstab und Mitra im Weltladen esperanza. In den letzten Jahren immer ausverkauft bei der gepa, und das bei 380.000 Stück im letzten Jahr. Wir empfehlen deshalb bei größeren Mengen unbedingt eine Vorbestellung. Denn gerade im fairen Handel wird nicht wie fairrückt produziert.

BischofBischof 2

In diesem Jahr erstmals erhältlich, Schokoladen-Nikolaus, einzeln verpackt im Präsentkarton.

Nikolaus

Adventskalender
Die Liebe zum Leben und die Achtung der Natur. Der GEPA-Adventskalender 2013 wurde von einer kolumbianischen Künstlerin gestaltet.

Kalender

Die Liebe zum Leben und die Achtung der Natur. Der GEPA-Adventskalender 2013 wurde von einer kolumbianischen Künstlerin gestaltet.

Filz im Weltladen vielfältig und einfach schön
Neu in diesem Jahr bieten wir Ihnen kleine Weihnachtskrippen in verschiedenen Farben aus Filz hergestellt in Nepal .
Die Technik des Filzens stammt aus Asien, hat besonders in Nepal eine lange Tradition und wurde zur Kunstform weiterentwickelt. Im Himalaya trugen die Menschen schon immer gefilzte Umhänge, die auch in eisiger Kälte warm hielten. Beim Filzen wird Wolle mit warmem Wasser und Seife gerubbelt und gewalkt, bis ein festes Gewebe entsteht. So entstehen individuelle Handarbeiten von hoher Qualität.

Die gepa arbeitet seit 2011 mit der nicht gewinnorientierten Organisation ACP zusammen. ACP fördert speziell nepalesische Frauen durch die Vermarktung ihrer Produkte. Sie erhalten pro Stück einen höheren Preis als in der Region üblich. Das eigene Einkommen der Frauen stärkt ihr Selbstbewusstsein und ermöglicht ihnen, von den Familien unabhängig zu leben.

Die süße kleine Krippe etwa gibt es jetzt nicht nur in blau, sondern auch in Rot, Burgund und Gold. Sie sind jeweils 9,5 cm hoch und mit 6,95 € (EVP) preislich sehr attraktiv. Also ein ideales Geschenk auch für die Vorweihnachtszeit!

Krippe 3Krippe 2Krippe 1

Bildungsinitiative FAIRTRADE für Wesel

z009-fair-trade-Label-auf-bananenWas ist das Besondere am Fairen Handel? Wie funktioniert der Faire Handel? Was haben die Produzenten und wir Konsumenten davon?

Diese und viele andere Fragen rund um den Fairen Handel behandelt die Bildungsinitiative FAIRTRADE. Die Initiative besteht aus sieben engagierten Mitarbeitern/innen der Eine-Welt-Gruppe Wesel: „Wir wollen helfen, dass der Faire Handel aus seinem Nischendasein heraus kommt. Wir möchten Konsumenten/innen informieren und ermuntern, Produkte des Fairen Handels auszuprobieren!“ Wer weiß schon, unter welchen Bedingungen Bananen oder Kakao aus konventionellem Handel angebaut und geerntet werden – mit hohem Pestizideinsatz, Kinderarbeit und zu Niedrigstlöhnen! Für den Konsumenten gibt es Alternativen, die ohne die Ausbeutung von Natur und Mensch auskommen.

Die Mitglieder der Fairtrade-Bildungsinitiative freuen sich über Anfragen und Einladungen und kommen gerne in Schulen, Gemeinden und Vereine. Das Angebot konkret:

– Entdeckungsreise durch den Weltladen esperanza

– Fairtrade-Parties für alle Sinne – Probieren und Informieren

– Informativer Gesprächsabend in Gruppe und Gemeinde

– Konsumkritische Stadtrundgänge

Das Angebot wird natürlich auf die Bedürfnisse der Gruppen abgestimmt. Information und Kontakt: Klaus Bauer, Tel. 0281/89460 oder über den Weltladen esperanza – 0281/31085.

Erlebnisbericht
Hannah in El Salvador

Hannah Bauer, Mitglied der Eine-Welt-Jugendgruppe, lebt und arbeitet im Rahmen des „Konkreten Friedensdienstes“ seit Ende August 2013 bei unseren Projektpartnern am Bajo Lempa in El Salvador. Anfang Oktober erreichte uns folgender Erlebnisbericht:

Meine Zeit in El Salvador
Als ich mich vor gut sechs Wochen in den Flieger gesetzt habe, um ein halbes Jahr in El Salvador zu verbringen, war ich sehr verunsichert. Bekanntlich ist ja aller Anfang schwer, erst recht wenn man alleine mit viel zu viel Gepäck und kaum Sprachkenntnissen in ein Land auf der anderen Seite der Welt reist. Nach 19 Stunden kam ich übermüdet, aber erleichtert es wirklich geschafft zu haben, in San Salvador am Flughafen an. Direkt zu Beginn musste ich mich schon daran gewöhnen, dass es in diesem Land einfach keine Pünktlichkeit gibt. Bis ich endlich abgeholt und in ein Hotel in der Hauptstadt gebracht wurde, verging schon einige Zeit. Doch ich war tatsächlich wieder in diesem wunderschönen Land, dass ich vor zwei Jahren schon mit einer Delegation, für drei Wochen besucht hatte.
Mit einer Gruppe deutscher Studenten und einem weiteren Mädchen, das auch ein halbes Jahr hier verbringt, wohne ich seit einiger Zeit im Gästehaus in Nueva Esperanza. Wie auch schon bei meinem letzten Besuch musste ich feststellen, dass die Einwohner des Dorfes mit ihrer Herzlichkeit und ihrem Interesse kaum zu übertreffen sind. So findet man schnell den Mut die ersten spanischen Wörter auszuprobieren. Die Missverständnisse die dadurch entstehen sorgen für so manche Lachanfälle.
Natürlich ist es unmöglich auf die Schnelle eine komplette Sprache zu lernen und oft bin ich ungeduldig. Mir fehlen im wahrsten Sinne des Wortes einfach die Worte, aber Stück für Stück wird es leichter. Erstaunlich ist auch wie viel man durch Zeichensprache verdeutlichen kann.
Trotz der Sprachschwierigkeiten habe ich schnell meine ersten Kontakte geknüpft, und das hauptsächlich durch meine Besuche im Centro Infantil. Das ist der Kindergarten von Nueva Esperanza. Dort bin ich inzwischen ein festes Mitglied und verbringe dreimal in der Woche Zeit mit Kindern zwischen zwei und sieben Jahren. Alle zwei Wochen fahre ich mit zwei Erzieherinnen in die nächste Stadt und kaufe auf dem Markt Lebensmittel für die Kinder. Hier ist es besonders wichtig, dass sie sich im Kindergarten ausgewogen ernähren, weil sie oft zu Hause kein Frühstück bekommen. Dieser Markt ist kaum mit deutschen Märkten zu vergleichen. Es ist viel voller, enger und alle schreien durcheinander. Bei den vielen Gerüchen nach Fisch, Fleisch und verfaulten Früchten vergeht einem schnell der Appetit, aber es ist ein Erlebnis.
Um hier gut Leben zu können, muss man sich an die neuen Gegebenheiten anpassen; dauerhaftes Schwitzen, haufenweise Mückenstiche und Besuche von Skorpionen und Vogelspinnen gehören hier einfach dazu. Und am Ende überwiegen doch die schönen Erlebnisse. So habe ich bis jetzt schöne Tage am Pazifik mit Babyschildkröten und Pelikanen verbracht, Ausflüge nach San Salvador unternommen und hatte schöne Abende mit den Menschen aus dem Dorf.
Auf der einen Seite scheint das hier alles eine andere Welt zu sein, doch oftmals bestreiten die Menschen hier ihren Alltag genauso wie in Deutschland und interessieren sich für ähnliche Dinge. Natürlich haben sie weniger Luxus, aber deshalb freuen sie sich über Kleinigkeiten und sind glücklich damit. Diese Art zu Leben fasziniert mich und ich freue mich auf die kommenden Wochen und Monate.
„Adios“ und „Hasta Luego“.
Hannah Bauer

Ein Ausflug zu den schönsten Äpfeln am Niederrhein

Der Betriebsausflug der zahlreichen MitarbeiterInnen der EWG- Wesel sollte uns in diesem Jahr zum Neuhollandshof nach Bislich führen. Der biologisch-dynamische Obstbaubetrieb am Niederrhein wird von Thea und Rolf Clostermann geleitet. Beide sind dem Fairen Handel sehr aufgeschlossen gegenüber und seit geraumer Zeit auch Kooperationspartner des Weltladen Esperanza. Schon allein dies ist einen Besuch wert – dachte sich der Vorstand.

Am 6. September machte sich die 21köpfige Gruppe aus Wesel bei schönstem Sonnenschein teils mit den Rädern, einige wenige mit dem PKW, auf den Weg. Thea Clostermann, mitdenkend und mitfühlend, hatte bei den hochsommerlichen Temperaturen für uns kleine Fußbäder in Plastik-Körben vorbereitet – eine Wohltat für die verschwitzte Fahrradtruppe. Und das Stimmungsbarometer schnellte in die Höhe!
Dazu überreichte sie jedem zur Erfrischung und als Willkommensgruß einen hauseigenen sektverperlten Appléritif.
Nein, hier hat sich nicht der Fehlerteufel eingeschlichen. Auf dem Neuhollandshof regiert der Apfel bei den verschiedensten Verarbeitungsformen und auch bei der Namensgebung.
Mit dem herrlich prickelnden alkoholfreien Appléritif in der Hand erfreuten wir uns an den Ausführungen Thea Clostermanns, die uns die Familiensaga des Hofes beginnend im Jahr 1867 sehr anschaulich erzählte. Sie berichtete von den verschiedenen Generationen, die den Hof prägten und veränderten, wie sich ein landwirtschaftlicher Betrieb zu einer Obstplantage entwickelte und wie sich nach und nach der biologisch-dynamischen Obstanbau durchsetzte. 1993 schloss sich der Neuhollandshof komplett dem Demeter-Verband an.

Nach einem kurzweiligen Exkurs in die Vergangenheit folgte die Besichtigung der Obstplantage unter der Führung von Rolf Clostermann.
Auf dem 20 Hektar großen Betrieb in Bislich steht der Apfel ohne Zweifel im Mittelpunkt. Birnen, Walnüsse, verschiedene Wildgehölze und 4.000 bunt blühende Rosenstöcke machen aus der Obstplantage einen prächtigen Obstgarten.
Circa 30 verschiedene Apfelsorten werden auf dem Neuhollandshof kultiviert und verschiedene neue Züchtungen ausprobiert. Beim Pflanzenschutz setzen die Obstanbauer des Neuhollandshof in erster Linie auf Nützlingsförderung und Unterstützung der im Ökosystem vorhandenen Regulierungs- und Ausgleichskräfte.

Gestört von einem heftigen Regen – später erfuhren wir, dass in Wesels Innenstadt der Sturm des Tiefausläufers Nandor erhebliche Schäden verursacht hatte – wurden wir zu den gekühlten Lagerräumen und zum Hofladen geführt. Im Hofladen entdeckten wir zahlreiche Spezialitäten vom Niederrhein, ein Angebot aus dem Bio-Vollwertsortiment und aus dem Fairen Handel!

Was ein guter Apfel noch alles kann, das wurde uns im Teehaus gezeigt. Das alte Gebäude (2011 restauriert) hat die Gemütlichkeit eines Landhauses und der liebevoll gedeckte Tisch mit zahlreichen wunderbaren Kuchen, verschiedenen Brotsorten und köstlichen Wurst- und Käseprodukten, dazu ein fair gehandelter Kaffee oder ein aromatischer Apfeltee, waren Höhepunkt und Abschluss unseres so schönen Tages.
Ein herzliches Dankeschön an Thea und Rolf Clostermann, die uns einen herrlichen Betriebsausflug beschert haben.

Unsere Tipps für Sie:
Auf dem Neuhollandshof sind Apfelanbau, Kunst und Kultur eng miteinander verbunden.
Zahlreiche regelmäßig stattfindende Veranstaltungen belegen dies. Flyer dazu liegen im Weltladen aus.
Ein Frühstück oder die Kaffeetafel im Teehaus sollten Sie sich nicht entgehen lassen!
– Isolde Rueter